Programmkinotage im Dezember
Samstag, 6. Dezember & Sonntag, 7. Dezember 2025
Neuneinhalb im Gerberhaus, Gerberplatz 1, Bayreuth (Eingang über Hohenzollernring)
Im Dezember zeigen wir euch vier aktuelle Filme, die auf ganz unterschiedliche Weise der Frage nachgehen: Was ist echt – und was nur Traum und Illusion? Zwischen magischem Weihnachtsabenteuer, schwarzer Komödie, romantischem Verwirrspiel und faszinierender Dokumentation verwischen die Grenzen zwischen Wirklichkeit und Täuschung. Freut euch auf Geschichten, in denen nichts ganz so ist, wie es scheint – und gerade deshalb umso sehenswerter.
Das Programm:
SAMSTAG, 6. DEZEMBER
17:00 Uhr | Jane Austen und das Chaos in meinem Leben (OmU)*
19:30 Uhr | How to Make a Killing*
SONNTAG, 7. DEZEMBER
14:30 Uhr | KinderKino: Weihnachten im Zaubereulenwald
17:00 Uhr | Manche mögen's falsch (OmU)*
19:30 Uhr | Jane Austen und das Chaos in meinem Leben*
* mit Vorfilm
KinderKino: Weihnachten im Zaubereulenwald
Die zehnjährige Eia verbringt Weihnachten auf dem Bauernhof von Bekannten – direkt neben dem Zaubereulenwald. Der soll abgeholzt werden, was Eia und ihre neuen Freunde nicht zulassen können! Warmherziges Familienabenteuer aus Estland.
Da Eias Eltern an Weihnachten keine Zeit für sie haben, fällt das Weihnachtsfest im Kreis der eigenen Familie für das Mädchen ins Wasser: Die Zehnjährige muss die Weihnachtsferien auf dem winterlichen Bauernhof eines Bekannten ihrer Eltern verbringen. Doch die Enttäuschung währt nur kurz, denn hier erwartet sie der magische Zaubereulenwald, viele neue Freunde und jede Menge Abenteuer. Der gierige Verwalter Ravio plant nämlich, den uralten Wald abzuholzen, ohne Rücksicht auf die schöne Natur und die Tiere, die dort leben. Zusammen mit ihren neuen Freunden lässt Eia nichts unversucht, den Zaubereulenwald zu schützen und deckt dabei zudem noch ein gut gehütetes Geheimnis ihrer Familie auf.
Regisseurin Anu Aun schuf mit WEIHNACHTEN IM ZAUBEREULENWALD ein wunderschön gefilmtes, opulentes und witziges Familienabenteuer, das für aktuelle, ökologische Themen wie Naturschutz und Nachhaltigkeit sensibilisiert und dabei von der unvergleichlichen Magie des Waldes und seiner tierischen Bewohner erzählt. Dabei stehen Werte wie Freundschaft, Mut und Engagement im Mittelpunkt – und eine geheimnisvolle, kluge Eule, die kleine und große Kinogänger mit einem Flügelschlag für sich begeistern wird.
EST 209, 85 Min., FSK: 0. R: Anu Aun | empfohlen ab 7 Jahren | Trailer bei YouTube
am Sonntag, 6.12. um 14.30 Uhr
Manche mögen's falsch
In der südchinesischen Fälscherstadt Dafen entstehen auf engstem Raum Millionen Meisterwerke: Tausende Maler reproduzieren Tag und Nacht die Ikonen der Kunstgeschichte, während ganze Familien inmitten dieser Werke leben, schlafen und träumen. Die Doku blickt neugierig und ohne moralischen Zeigefinger auf diese Welt.
Im südchinesischen Dafen gibt es nichts, was es nicht gibt: Ein Gerhard Richter ist ab 30 Euro zu haben, ein kleiner van Gogh kostet 45 Euro, seine "Sonnenblumen" in mittelgroß 100. Monets "Seerosen" 120, Rembrandts Selbstporträts 150 und für das Lächeln der Mona Lisa muss man um die 200 blechen, weil es angeblich für Chinesen nicht so einfach ist, sie abzumalen. Der Output der Fälscherstadt ist gigantisch: Über 10 Millionen Bilder werden hier pro Jahr hergestellt. Tausende von Malern pinseln Tag und Nacht auf kleinstem Raum die Werke großer Meister, die vor allem in Großbestellungen nach Europa und Amerika verkauft werden. Dafens fleißige Bewohner:innen leben von, mit und trotz der großen Kunst, Kinder wachsen zwischen Klimts Kuss und Munchs Schrei auf, Familien schlafen unter van Goghs Sternennacht, beobachtet von Vermeers Mädchen mit den Perlenohrringen.
MANCHE MÖGEN'S FALSCH ist eine Einladung, die gewohnten Kategorien von "richtig" und "falsch", "Original" und "Kopie" zu hinterfragen - mit Offenheit, Humor und einem Blick für die Widersprüche dazwischen. Denn vielleicht ist das Original manchmal einfach nur eine besonders gut erzählte Geschichte.
D 2023, 90 Min., FSK: 0, R: Stanislaw Mucha | Trailer bei YouTube
am Sonntag, 7.12. um 17 Uhr im Original mit dt. Untertiteln
Jane Austen und das Chaos in meinem Leben
Jane-Austen-Verehrerin Agathe träumt davon, selbst Schriftstellerin zu werden. Auf einem historischen Landsitz soll ihr Liebesroman Gestalt annehmen, doch zwischen romantischen Irrungen und Wirrungen steckt sie plötzlich selbst mitten in einem modernen Austen-Roman.
Agathe, jung, hübsch und hoffnungslos alleinstehend, arbeitet in einer Buchhandlung und hat eine Jane-Austen-Romanempfehlung für alle Lebensfragen. Wenn sie nicht gerade den Eroberungsgeschichten ihres besten Freundes Félix lauschen muss, träumt sie davon, selbst Schriftstellerin zu werden. Als Félix die ersten Kapitel ihres Romans bei einem Schreibwettbewerb einreicht und Agathe einen Aufenthalt in der "Jane Austen Writers‘ Residency" gewinnt, muss die unbeholfene Mittdreißigerin ihre Komfortzone verlassen. Auf dem lauschig-historischen Landsitz soll ihr Liebesroman zwischen Teekränzchen und intellektuell stimulierendem Austausch weiter Form annehmen. Doch der romantische Kuss, den Félix Agathe kurz vor ihrer Abreise aufgedrückt hat, sorgt für reichlich gefühlige Verwirrung und eine echte Schreibblockade. Zu allem Überfluss haust sie in der Schriftstellerresidenz Tür an Tür mit dem gutaussehenden, aber versnobten Oliver. Die beiden können sich auf den Tod nicht ausstehen - und doch kreuzt das Schicksal ihre Wege immer wieder. Ehe Agathe sich versieht, steckt sie selbst mittendrin in einem modernen Jane-Austen-Roman – zwischen Stolz, Vorurteil und vielleicht doch der ganz großen Liebe.
Basierend auf dem besten Roman, den Jane Austen nie geschrieben hat: JANE AUSTEN UND DAS CHAOS IN MEINEM LEBEN ist eine feinsinnige und lebensnahe Komödie mit Verstand und Gefühl, Sinn und Sinnlichkeit, an der auch die ikonische Großmeisterin bestimmt ihre Freude gehabt hätte. Mit pointiertem Witz und viel Herz erzählt Regisseurin Laura Piani vom literarischen Ursprung moderner Liebeswirren und schafft Feel-Good-Kino in Perfektion, das ganz und gar verzaubert.
FR 2024, 94 Min., FSK: 0, R: Laura Piani | Trailer bei YouTube
am Samstag, 6.12. um 17 Uhr im engl. Original mit dt. Untertiteln und
am Sonntag, 7.12. um 19.30 Uhr
How To Make A Killing
Michel muss auf einer verschneiten Straße einem Bären ausweichen – das Manöver endet tödlich, und im Kofferraum der Opfer liegen zwei Millionen und eine Pistole. Zum Glück hat seine Frau Cathy genug Krimis gelesen und kreative Ideen, wie man beides verschwinden lässt. Doch der Geldsegen bleibt nicht lange unbemerkt.
Michels Schock ist groß, als plötzlich mitten auf verschneiter Straße ein Bär steht. Sein Ausweichmanöver kostet zwei Fremde das Leben, die dort ebenfalls nicht hingehören, aber zwei Millionen und eine Pistole im Kofferraum zurücklassen. Zum Glück hat Michels Frau Cathy genügend Krimis gelesen und nicht nur gute Ideen, wie man das Geld ausgeben, sondern auch die Leichen verschwinden lassen kann. Ihre Kreativität bei der Entsorgung wird nur durch die Unfähigkeit der lokalen Ermittler übertroffen. Doch so ein Haufen Kohle wird natürlich schnell vermisst und schon bald tauchen weitere Fremde in der Gegend auf – nichtsahnend, mit wem sie es hier zu tun bekommen.
Ein hoher Bodycount, eine Swingerclubnacht als fadenscheiniges Alibi, absurde Twists und jede Menge Honig machen diese hochspannende wie tiefschwarze Krimikomödie zu einem herrlich bösen Kinospaß. Dabei ertappt man sich unweigerlich dabei, den zwei sympathischen Losern beim dilettantischen Spurenverwischen die Daumen zu drücken.
FR 2024, 114 Min., FSK: 16, R: Mike Flanagan | Trailer bei YouTube
am Samstag, 6.12. um 19.30 Uhr
Preise & Reservierung
Der Eintritt pro Vorstellung beträgt einheitlich 7 Euro, für Kinder 4 Euro. Es gibt keinen Vorverkauf, die Tages- bzw. Abendkasse öffnet eine halbe Stunde vor Filmbeginn. Im Kinosaal herrscht freie Platzwahl vor – ein rechtzeitiges Kommen lohnt sich also. Der Saal wird ca. 30 Minuten vor Beginn geöffnet. Wer sichergehen möchte, einen Platz zu bekommen, der kann Tickets vorab per E-Mail reservieren: reservierung@kino-ist-programm.de – unter Angabe von Name, Anzahl der Tickets und der gewünschten Vorstellung.