Programmkinotage im März

Samstag, 10. März & Sonntag, 11. März 2018
im Iwalewahaus, Wölfelstraße 2 (Ecke Opernstraße)

Im März haben wir - passend zum Internationalen Frauentag am 8. März – gleich vier starke Filme mit starken Frauen im Programm. Félicité, Marina, Katherine und Liz verfolgen mutig ihre eigenen Ideen von einem glücklichen Leben und  lassen sich von nichts und niemandem aufhalten.

Das Programm im März:

SAMSTAG, 10. MÄRZ
17:00 Uhr | Félicité (OmU)*
20:00 Uhr |Lady Macbeth (OmU)*
22:30 Uhr | Brimstone (OmU)*

SONNTAG, 11. MÄRZ
14:30 Uhr | KinderKinoKlub: Mo&Friese entdecken die Welt
16:00 Uhr | Eine fantatstische Frau*
19:00 Uhr |  Lady Macbeth*

* mit Vorfilm

Kino ist Programm im März – für Frauen und Männer und Kinder und alles dazwischen! Auf die Vielfalt!

 

KinderKinoKlub: Mo&Friese entdecken die Welt

Sechs internationale Kurzfilme laden die Kleinsten ein auf eine spannende Reise in Spielzeugländer, zu fremden Planeten und in tanzende Wälder. Überall wird gelacht, gestaunt und nachgedacht.

Sechs internationale Kurzfilme, die beim Mo&Friese KinderKurzFilmFestival zu sehen waren, laden ein auf eine Reise in animierte Spielzeugländer, zu spannenden Planeten und in tanzende Wälder. Überall und zu jeder Zeit wird gelacht, gestaunt und nachgedacht. Wir begleiten Vogel und Eichhörnchen dabei, wie sie ihr Revier verteidigen, besuchen ein mutiges Mädchen, das sich seine eigene Zauberwelt gestaltet, und treffen Willi, der uns auf seinen persönlichen Planeten mitnimmt. Wo sonst tragen Bäume Schuhe und können Muscheln die Zeit zurückdrehen? Seid gespannt und lasst euch überraschen!

ENTHALTENE FILME:
Der kleine Vogel und das Eichhörnchen
Planet Willi
Willi gibt es wirklich
Pawo
Tzdafa - Eine Muschel
One, Two, Tree

Verschiedene Länder, insg. 41 Min., FSK: 0 | empfohlen ab 4 Jahren

am Sonntag, 11.03. um 14.30 Uhr

Félicité

Sängerin Félicité muss nach einem schweren Unfall ihres Sohnes Geld für dessen OP aufbringen. Sie begibt sich auf eine Odyssee durch Kinshasa zwischen bitterer Armut und dekadentem Reichtum. Beeindruckendes Porträt einer starken, unabhängigen Frau.

Félicité ist eine freigeistige Frau, die sich nicht um die gesellschaftlichen Erwartungen an sie schert – als alleinerziehende Mutter verdient sie als Sängerin in einer Bar in Kinshasa. Als ihr Sohn nach einem schweren Unfall im Krankenhaus liegt und dringend operiert werden muss, ist die auf ihre Unabhängigkeit stolze Musikerin aber doch gezwungen, andere um Hilfe zu bitten – ihre Bandkollegen, Nachbarn, Gäste der Bar und auch wildfremde Wohlhabende. Sie begibt sich auf eine atemlose Reise durch die kongolesische Metropole zwischen Armut und dekadentem Reichtum. Unterstützung bekommt sie durch den Schwerenöter Tabu, der auch Félicités Sohn nach seiner Rückkehr aus dem Krankenhaus der Lethargie entreißt und ihn zurück ins Leben führt. Félicités karge Wohnung mit dem permanent kaputten Kühlschrank wird zum utopischen Ort in einem Land, das für die meisten seiner Einwohner keine Hoffnung bereithält ...

Zwischen dokumentarischer Milieustudie und traumwandlerischer Odyssee erzählt der dritte Film des französisch-senegalesische Regisseurs Alain Gomis von einer außergewöhnlich starken Frau. Gedreht wurde komplett mit Laiendarstellern. Umso erstaunlicher ist, mit welcher strahlenden Präsenz und Energie Véro Tshanda Beya die Handlung trägt. Nachdem Gomis bereits im Jahr 2012 mit seinem Drama „Aujourd’hui“ an dem Wettbewerb der Berlinale teilgenommen hat, wurde FÉLICITÉ im Jahr 2017 mit dem Großen Preis der Jury und damit verbundenen Silbernen Bären ausgezeichnet.

„Félicité gibt spannende Einblicke in das Leben einer Frau in Kinshasa, bürstet mit seiner ruhigen Erzählweise unsere Sehgewohnheiten auch ein wenig gegen den Strich - ein starker Aufschlag für das afrikanische Kino.“ (Radio RBB Berlin)

F/SEN/B/D/LIBN 2017, 124 Min., FSK: ab 6, R: Alain Gomis | Trailer bei YouTube

am Samstag, 10.03. um 17.00 Uhr (OmU)

Eine fantastische Frau - Una mujer fantástica

Nach dem Tod ihres 20 Jahre älteren Geliebten Orlando, der für sie sogar mit seiner Familie brach, stößt die junge Transsexuelle Marina auf Ablehnung und Hass, dem sie sich aber voller Mut und Energie stellt. Kandidat für den Auslands-Oscar 2018!

Marina und Orlando lieben sich und planen eine gemeinsame Zukunft. Sie arbeitet als Kellnerin und singt leidenschaftlich gern, der 20 Jahre ältere Geliebte hat ihretwegen seine Familie verlassen. Als die beiden nach Marinas Geburtstagsfeier nach Hause kommen, bricht Orlando plötzlich zusammen und reagiert nicht mehr. Im Krankenhaus können die Ärzte nur noch seinen Tod   feststellen. Für Marina bricht eine Welt zusammen, doch in ihrer Trauer sieht sie sich schlimmen Anfeindungen ausgesetzt: Orlandos Familie will die Transfrau nicht in ihren Reihen akzeptieren, ihr gar die Teilnahme an der Beerdigung verbieten. Es wird ihr sogar unterstellt, Mitschuld an Orlandos Tod zu sein und sie soll aus der gemeinsam mit ihrem Partner bewohnten Wohnung ausziehen. Verzweifelt kämpft Marina um die Anerkennung ihrer Liebe und ihrer Trauer.

Sebastián Lelios EINE FANTASTISCHE FRAU ist ein Film der Blicke, und fast alle richten sich auf die von Newcomerin Daniela Vega großartig gespielte Marina. Marina ist eine faszinierend-ambivalente Protagonistin, immer voller Stolz und mit erhobenem Haupt für ihr Recht auf einen Platz an der Seite ihres verstorbenen Partners eintritt. Alle anderen, leider sehr eindimensionalen Figuren, spiegeln die gesellschaftlichen Verhältnisse Chiles wieder. In diesem immer noch von Diktatur und Katholizismus geprägten Land, in dem traditionelle Vorstellungen und Ideale das Verhältnis der Geschlechter bestimmen, kann die „fantastische Frau“ Marina nur eine Außenseiterin sein.

CHI/USA/D/E 2017, 104 Min., FSK: ab 12, R: Sebastián Lelio | Trailer bei YouTube

am Sonntag, 11.03. um 16.00 Uhr

Lady Macbeth

England, 1856. In ihrer herzlosen Ehe versinkt Katherine in Einsamkeit und Lethargie. Erst die leidenschaftliche Affäre mit einem Gutsarbeiter holt sie zurück und verwandelt sie: in eine unabhängige, radikalen Frau, die sich mit allen Mitteln nimmt, was sie will.

Die junge, schöne Katherine wird an den deutlich älteren Alexander verheiratet – einen mürrischen, schwachen und sexuell labilen Mann und Sohn eines reichen Minenbesitzers. Die Ehe ist herzlos und die neue Familie betrachtet sie als unerwünschte Bürde. In diesem Umfeld vereinsamt die lebenshungrige junge Frau zusehends. Als ihr Mann zu einer längeren Reise aufbricht und sie allein zurücklässt, erwacht Katherine aus ihrer Lethargie. Sie beginnt eine leidenschaftliche Affäre mit einem rebellischen Gutsarbeiter und ist schon bald nicht mehr bereit, ihr neu gewonnenes Glück wieder loszulassen. Ihr Ehemann kehrt schließlich zurück, doch selbst er kann nicht ignorieren, dass die Leidenschaft seiner Frau eine ungezähmte, körperliche und dennoch umso berechnendere Präsenz verliehen hat. Der Ehebruch ist nur allzu offensichtlich. Alexander unternimmt einen kläglichen Versuch, Katherine zur Ordnung zu rufen und untersagt ihr den Kontakt zu Sebastian. Doch sie wird sich niemandem mehr unterwerfen und sie schreckt vor nichts und niemandem zurück, um das zu bekommen, was sie begehrt …

Intensiv, elektrisierend und hochspannend – so hat man eine radikal liebende Frau schon lange nicht mehr im Kino gesehen. In William Oldroyds messerscharf geschliffenem Liebesdrama LADY MACBETH zeigt Florence Pugh in der Titelrolle, was starker Wille wirklich ist. Mit dieser stürmischen Frauenfigur entsteht in meisterhaft arrangierten Tableaus eine hochkonzentrierte Dramatik, die diesen Film so schnell nicht wieder vergessen lässt.

GB 2016, 89 Min., FSK: ab 12, R: William Oldroyd | Trailer bei YouTube

am Samstag, 10.03. um 20.00 Uhr (OmU)
und am Sonntag, 11.03. um 19.00 Uhr

Midnight Movie: Brimstone

Die junge Liz wird von ihrer düsteren Vergangenheit eingeholt, als sich ein diabolischer Priester in ihrer neuen Heimat niederlässt. Hochkarätig besetzter Western über Schuld, Vergeltung und den Mut einer willensstarken Frau im Kampf um Leben und Familie.

Am Ende des 19. Jahrhunderts lebt die stumme, als Geburtshelferin arbeitende Liz (Dakota Fanning) zusammen mit ihrem Ehemann Eli (William Houston) und zwei Kindern ein hartes, aber zufriedenes Leben am Rande einer kleinen amerikanischen Stadt. Doch als ein durch eine Narbe entstellter Reverend (Guy Pearce) in den Ort einzieht, bricht die junge Frau in Panik aus - sie weiß, dass er hinter ihr her ist, um sie zu bestrafen und zu quälen und für ihre Vergangenheit büßen zu lassen. Bei einer komplizierten Geburt in der Kirche entscheidet sich Liz auf eigene Faust für das Leben der Mutter und gegen das Leben des Neugeborenen – und zieht damit den Zorn der Einwohner und des Priesters auf sich. Liz wird von ihrer traumatischen Vergangenheit eingeholt, von der sie glaubte, sie längst hinter sich gelassen zu haben…

In BRIMSTONE entfaltet sich eine Geschichte über Schuld, Vergeltung und den unfassbaren Mut einer willensstarken Frau im Kampf um ihr Leben und das ihrer Familie. Der mit Guy Pearce, Dakota Fanning, Kit Harington und Carice van Houten hochkarätig besetzte Genre-Mix aus feministischem Western und düsterem Rache-Thriller spielt in den Höllenkreisen von Bigotterie, Sadismus, Inzest und Pädophilie und erzählt in Rückblenden, wie es zur exzessiven Gewalt in der gottesfürchtigen Kleinstadt kommen konnte.

NL/GB/D/F/B/S 2016, 149 Min., FSK: ab 16, R: Martin Koolhoven | Trailer bei YouTube

am Samstag, 10.03. um 22.30 Uhr (OmU)

Eintritt und Reservierung

Der Eintritt pro Vorstellung beträgt einheitlich 5 Euro, für Kinder 3 Euro. Es gibt keinen Vorverkauf, die Tages- bzw. Abendkasse öffnet am Samstag um 16:30 Uhr, am Sonntag um 14:00 Uhr und ist dann durchgehend besetzt. Im Kinosaal herrscht freie Platzwahl vor – ein rechtzeitiges Kommen lohnt sich also. Der Saal wird ca. 30 Minuten vor Beginn geöffnet. Wer sichergehen möchte, einen Platz zu bekommen, der kann Tickets vorab per E-Mail reservieren: reservierung@kino-ist-programm.de – unter Angabe von Name, Anzahl der Tickets und der gewünschten Vorstellung.