Programmkinotage im März
Samstag, 14. März & Sonntag, 15. März 2026
Neuneinhalb im Gerberhaus, Gerberplatz 1, Bayreuth (Eingang über Hohenzollernring)
Das Programm:
SAMSTAG, 14. MÄRZ
16:30 Uhr | Astrid Lindgren - Die Menschheit hat den Verstand verloren*
19:30 Uhr | No Other Choice (OmU)*
SONNTAG, 15. MÄRZ
16:30 Uhr | Astrid Lindgren - Die Menschheit hat den Verstand verloren*
19:0 Uhr | Die Stimme von Hind Rajab (OmU)*
* mit Vorfilm
Astrid Lindgren - Die Menschheit hat den Verstand verloren
Die Doku nähert sich Astrid Lindgren auf neue Weise und erzählt von der damals noch unbekannten Autorin als Chronistin des Zweiten Weltkriegs. Ihre zwischen 1939-1945 entstandenen Kriegstagebücher sind eine einzigartige Dokumentation vom Schrecken der Diktatur und des Terrors aus der Sicht einer Mutter und Feministin. Ein leidenschaftlicher Appell an Menschlichkeit, Frieden und Gleichberechtigung.
Astrid Lindgren, die vor allem durch ihre Kinderbücher wie „Pippi Langstrumpf“, „Michel aus Lönneberga“ und „Ronja Räubertochter“ bekannt wurde, prägte mit ihren Werken Generationen von Leser*innen. ASTRID LINDGREN – DIE MENSCHHEIT HAT DEN VERSTAND VERLOREN nähert sich der Autorin auf neue Weise, widmet sich ihren Tagebüchern, die zwischen 1939 und 1945 entstanden sind und erzählt von der noch unbekannten Astrid Lindgren als Chronistin des Zweiten Weltkriegs. Die erst 2015 veröffentlichten und in mehr als 20 Sprachen übersetzen Kriegstagebücher von Astrid Lindgren lagen 70 Jahre lang in ihrem Schlafzimmer im Wäscheschrank verborgen. Sie sind eine einzigartige Dokumentation vom Schrecken der Diktatur und des Terrors aus der Sicht einer Mutter und frühen Feministin und appellieren leidenschaftlich an Mitmenschlichkeit, Frieden und Gleichberechtigung.
ASTRID LINDGREN – DIE MENSCHHEIT HAT DEN VERSTAND VERLOREN erzählt mit dokumentarischen und szenischen Bildern aus der Sicht von Astrid Lindgren und ihrer Tochter Karin, ihrer Enkelin Annika und ihrem Großenkel Johan anhand der Kriegstagebücher die wahre Geschichte hinter dem Erfolg der Weltautorin. Dabei gehen die Nachkommen bei der Lektüre und in Gesprächen miteinander auch den schmerzhaften Ereignissen im privaten Leben Astrid Lindgrens nach.
D/SWE 2025, 98 Min., FSK: 12, R: Wilfried Hauke | Trailer bei YouTube
am Samstag, 14.03. um 16.30 Uhr und
am Sonntag, 15.03. um 16.30 Uhr
No Other Choice
Man-su hat mit viel Fleiß Karriere gemacht und sich ein perfektes Leben aufgebaut, doch dann wird er im Job durch KI ersetzt. Je länger er vergeblich Bewerbungen schreibt, desto klarer wird: Nicht der Mangel an Jobs ist das Problem, sondern die Menge an Mitbewerbern. Man-su bleibt keine andere Wahl als sich – auf sehr kreative Art und Weise – seiner Konkurrenten zu entledigen. Eine messerscharfe Symphonie des Absurden von Park Chan-wook („Oldboy“, „Die Taschendiebin“).
Man-su hat sich mit viel Fleiß und harter Arbeit ein perfektes Leben geschaffen: Haus mit Garten, harmonische Ehe, talentierte Kinder und genug Zeit für sein geliebtes Bonsai-Hobby. Doch als KI plötzlich seinen Job ersetzt, müssen er und seine Familie auf allerlei Annehmlichkeiten verzichten: die Tennisstunden der Gattin, das Netflix-Abo der Kinder und selbst die zwei treuen Golden Retriever können sie sich nicht mehr leisten. Und je länger Man-su vergeblich Bewerbungen schreibt, desto näher rückt auch der Verlust des geliebten Hauses. Schließlich begreift er: Nicht der Mangel an Jobs ist das Problem, sondern die Menge an Mitbewerbern. Man-su bleibt keine andere Wahl als sich–auf sehr kreative Art und Weise–seiner Konkurrenten zu entledigen.
Park Chan-wook ("Oldboy", "Die Taschendiebin") zählt neben Bong Joon-ho ("Parasite") zu den großen Meistern kluger und kunstvoller Unterhaltung aus Südkorea. Mit NO OTHER CHOICE gelingt ihm ein bitterböses Vergnügen, eine messerscharfe Symphonie des Absurden – visuell brillant und beißend komisch. In der Hauptrolle glänzt Lee Byung-hun ("Squid Game") als Mittelschichtskarrierist ohne Hemmungen, aber mit blutig-grünem Daumen. Ein wildes Kinoerlebnis voller unvorhersehbaren Wendungen, das seine Weltpremiere bei den Filmfestspielen von Venedig 2025 feierte und sich schon jetzt auf direktem Weg zum Kultfilm befindet.
KOR 2025, 139 Min., FSK: 16, R: Park Chan-wook | Trailer bei YouTube
am Samstag, 14.03. um 19.30 Uhr in OmU
Die Stimme von Hind Rajab
Am 29. Januar 2024 erreicht die Mitarbeitenden des Palästinensischen Roten Halbmonds ein Notruf aus Gaza: Ein Auto steht unter Beschuss, in dem die fünfjährige Hind Rajab eingeschlossen ist. Während das Mädchen in der Leitung immer wieder um Hilfe fleht, unternehmen sie alles, um sie zu retten. An der Grenze zwischen Doku und Spielfilm inszeniert die tunesische Regisseurin einen realen Rettungsversuch, der die verzweifelte Hilflosigkeit schonungslos vor Augen führt.
Ein Notruf erreicht die Freiwilligen des Roten Halbmonds: Ein fünfjähriges Mädchen ist in Gaza in einem unter Beschuss geratenen Auto gefangen. Ihre verzweifelten Rufe gehen durch die Leitung, während die Helfer versuchen, sie zu beruhigen und gleichzeitig einen Rettungseinsatz zu koordinieren. Unter schwierigsten Bedingungen setzen die Einsatzkräfte alles daran, einen Krankenwagen an den gefährlichen Ort zu schicken und das Kind zu erreichen.
Regisseurin Kaouther Ben Hania („Olfas Töchter“) inszeniert die wahre Geschichte einer der erschütterndsten Tragödien des Gaza-Krieges 2024 als Mischung aus Dokumentar- und Spielfilm. Herzstück des Films ist die originale Tonaufnahme von Hinds letztem Telefongespräch, die nahezu vollständig und ungeschnitten in die Handlung eingebettet wird. Die kammerspielartige Inszenierung konzentriert sich auf die Enge und Hilflosigkeit im Callcenter, während außerhalb die Eskalation tobt. Der Film feierte im Wettbewerb der Filmfestspiele von Venedig Premiere, wo er 22-minütige Standing Ovations erhielt. „Die Stimme von Hind Rajab“ wurde mit dem zweitwichtigsten Preis – dem großen Preis der Jury – geehrt und ist offizieller tunesischer Beitrag für die Oscarverleihung 2026.
TUN/FR/USA 2025, 89 Min., FSK: 12, R: Kaouther Ben Hania | Trailer bei YouTube
am Sonntag, 15.03. um 19.30 Uhr in OmU
Preise & Reservierung
Der Eintritt pro Vorstellung beträgt einheitlich 7 Euro, für Kinder 4 Euro. Es gibt keinen Vorverkauf, die Tages- bzw. Abendkasse öffnet eine halbe Stunde vor Filmbeginn. Im Kinosaal herrscht freie Platzwahl vor – ein rechtzeitiges Kommen lohnt sich also. Der Saal wird ca. 30 Minuten vor Beginn geöffnet. Wer sichergehen möchte, einen Platz zu bekommen, der kann Tickets vorab per E-Mail reservieren: reservierung@kino-ist-programm.de – unter Angabe von Name, Anzahl der Tickets und der gewünschten Vorstellung.